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So senken Sie die Energiekosten

Die Preise für Gas und Öl steigen immer weiter. Da hilft auch Energiesparen über kurz oder lang nichts. Sinnvolle Investitionen dagegen können die Heizkosten senken. Doch Vorsicht: Die eine richtige Lösung gibt es nicht.

DüsseldorfDer nächste Winter kommt bestimmt - und damit bei Haus- und Wohnungseigentümern gewiss der nächste Schreck über ihre Heizkostenrechnung. Denn die Preise für Erdgas und Heizöl steigen seit Jahren stetig. Seit 2000 verteuerte sich der Preis für Erdgas um fast 60 Prozent, für leichtes Heizöl müssen Verbraucher sogar 85 Prozent mehr zahlen, geht aus Daten des Statistischen Bundesamts hervor. Dass die Deutschen gleichzeitig den Energieverbrauch für wohltemperierte Räume und ein heißes Bad um 22 Prozent reduzierten, hat ihnen nur wenig geholfen. Denn etwa 85 Prozent ihres Energieverbrauchs gehen auf das Konto der Wärmeerzeugung in überwiegend mit Erdgas und Heizöl befeuerten Anlagen.

Etwa 14,8 Millionen mit Öl oder Gas befeuerte Heizungsanlagen gibt es bundesweit. Knapp ein Fünftel davon ist nach einer Erhebung des Schornsteinfegerhandwerks älter als 20 Jahre. Zu alt, um noch sparsam zu sein, denn nach 20 Jahren gehören Heizkessel zum alten Eisen. Neue Anlagen gehen sparsamer mit Brennstoff um, was gleichzeitig den Ausstoß des umweltschädlichen Kohledioxids senkt.

Am besten für die Umwelt wäre es, wenn gleich das ganze Haus sofort besser gedämmt und auf neueste Heiztechnik umgerüstet würde. Doch das ist wenig realistisch. Werner Eicke-Hennig vom Institut für Wohnen und Umwelt (IWU) rät zu Pragmatismus: "Wenn es reinregnet, wird zuerst das Dach neu gedeckt und dabei gedämmt. Wenn der Heizkessel defekt ist, wird er gegen einen neuen, effizienteren getauscht. Den meisten Hausbesitzern fehlt das Geld, um ihr Haus auf einen Schlag auf den neuesten Energieeffizienzstandard zu bringen." Wer nach und nach modernisiere, könne den Energieverbrauch seiner Wohnimmobilie schrittweise um 50 bis 80 Prozent senken.

Wer sich zum Kauf einer neuen Heizanlage entschließt, muss zunächst den eigenen Energiebedarf kennen. Die Internetseiten des IWU bieten ein leicht verständliches Instrument zur groben Bestimmung des Energiebedarfs.

Steht der Energiebedarf fest, kann die Suche nach dem richtigen Heizungssystem beginnen. Soll Gas oder Öl eingesetzt werden? Will man auf Niedertemperatur oder Brennwerttechnik umsteigen? Oder lieber kleine Stäbchen aus gepressten Holzresten, Pellets genannt, einsetzen? Für Innovative gibt es Wärme aus dem Boden, bereitgestellt über elektrischer Erdwärmepumpe. Unabhängig davon lassen sich mit Gas, Öl, Holz in Form von Scheiten oder gepresst zu Pellets befeuerte Kessel noch mit Systemen ergänzen, die die Sonnenenergie nutzen. Dazu werden Kollektoren auf dem Dach angebracht, die entweder nur das Badewasser oder zusätzlich auch das Heizwasser erwärmen.

Eine Studie der RWE Effizienz GmbH favorisiert als "kostenoptimal" für Einfamilienhäuser Gasbrennwertkessel, bei Neubauten ergänzt um eine Trinkwassererwärmung mittels Sonnenkollektoren. Beim Neubau eines Mehrfamilienhauses kann die Luft-Wärmepumpe laut der RWE-Studie in puncto Kosten mithalten.

Wer neu baut, kommt am Einsatz von regenerativen Energien ohnehin nicht vorbei. Das regelt das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz. Demnach müssen 15 Prozent des Wärmeenergiebedarfes für Heizung und Warmwasser durch Sonnenkraft oder 30 Prozent durch Biogas in einer Anlage mit Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt werden.

Als Alternativen kennt das Gesetz an, wenn 50 Prozent des Bedarfs durch flüssige oder feste Biomasse oder auch über Wärmepumpen gedeckt wird. Flüssige Biomasse ist in der Regel Pflanzenöl. Zur festen Biomasse zählen Pellets und Scheitholz.

Soll die Heizungsanlage eines Mietblocks saniert werden, hat die Gasbrennwertanlage wieder wirtschaftliche Vorteile. Etwaige Fördermittel hat RWE Energieeffizienz in ihrem Vergleich der Systeme nicht berücksichtigt. Weil sich die Förderbedingungen ständig verändern, bleibt Verbrauchern nichts anderes übrig, als selbst nach aktuellen Zuschüssen und zinsverbilligten Krediten zu suchen oder sich beraten zu lassen.

Wer dagegen möglichst wenig Kohlendioxid in die Luft pusten möchte, sollte sich für eine Pellet-Heizung entscheiden. Zwar sind die gepressten Holzabfälle viel billiger als Öl und Gas. Dafür sei die Anlage in der Anschaffung doppelt so teuer wie ein Gasbrennwertsystem, sagt Energieberater Eicke-Hennig.

Zwar genießt die Gasbrennwerttechnik bei Energieberatern Sympathie. Doch Erika Hocke von der Energieagentur Schwarzwald-Hochrhein, warnt: "Es gibt nicht die eine richtige Heizung für jeden. Wer auf Komfort bezüglich Bedienung und Wartung Wert legt und wenig Platz hat, für den wird eine Gasheizung interessant sein." Öl und Pellets brauchen Platz, und der Vorrat muss überwacht werden. Umgekehrt: Wem die Gasleitung in der Straße vor dem Grundstück fehlt, kann auch mit einem Gasbrennwertkessel ebenso wenig anfangen wie mit einem Mini-Blockheizkraftwerk im Keller. Denn die Motoren dieser Kraftwerke brauchen Gas als Brennstoff.

Dagegen kommt die Erd-Wärmepumpe ohne Brennstoff aus, braucht aber Strom, und das nicht zu knapp. Deshalb bieten viele Stromanbieter günstigere Tarife für Pumpenstrom an. Die Investitionskosten für eine Elektrowärmepumpe in einem Einfamilienhaus seien etwa 5 000 Euro höher als die für eine Ölheizung, schätzt das vom Bundesumweltministerium unterstützte Internetportal klima-sucht-schutz.de.

Wärmepumpen sind dabei umso vorteilhafter, je geringer die Differenz zwischen der Temperatur ist, die sie über eine Flüssigkeit aus der Erde aufnehmen, und derjenigen, die sie an das Heizwasser abgeben. Deshalb eignet sich ihr Einsatz vor allem für gut gedämmte Häuser und solche mit Fußbodenheizungen. Denn die können mit Vorlauftemperaturen zwischen 20 und 40 Grad gefahren werden.

Grundsätzlich gilt: Wer mit niedrigen Kesseltemperaturen auskommt, spart Energie und Geld. Für die Brennwerttechnik ist es wichtig, dass das Wasser mit möglichst niedrigen Temperaturen aus den Heizkörpern zurückläuft. Sie werden so ausgelegt, dass das Vorlaufwasser auf etwa 55 Grad Celsius erhitzt wird, 15 Grad weniger als bei einem Niedertemperaturkessel. "Die Mehrkosten für einen Brennwertkessel amortisieren sich nach etwa fünf Jahren", berichtet Eicke-Hennig aus Erfahrung. Allerdings muss dann das gesamte Heizungssystem auf die neue Technik angepasst werden.

Energieexperte Eicke-Hennig, der auch bei der Hessischen Energiesparaktion mitwirkt, ist kein Fan der Wärmepumpentechnik, weil sie störanfälliger als mit Gas oder Öl betriebene Heizanlagen ist und deshalb höhere Wartungs- und Reparaturkosten verursachen kann. Er sieht mehr und mehr Einsatzmöglichkeiten für Mini-Blockheizkraftwerke - etwa in älteren Villen, die sich nur mit hohem Aufwand dämmen lassen oder wenn der Denkmalschutz die Dämmung der Fassade verhindert. "Das Mini-Blockheizkraftwerk im Keller eines Einfamilienhauses lohnt sich insbesondere dann, wenn aufgrund besonderer persönlicher Umstände auch im Sommer ein hoher Wärmebedarf besteht", ergänzt Branchenkollegin Höcker.
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